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Terminvorschau

6.11.17, ab 16Uhr Beratung im Cafe Klönsnack

19.11.17 Feierstunde zum Volkstrauertag

4.12.17 ab 16Uhr Beratung im Cafe Klönsnack

16.12.17 Weihnachtsfeier im Bürgerhaus Neermoor 

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage

sondern den Tagen mehr Leben zu geben.

SoVD - eine starke Gemeinschaft

 

Herzlich Willkommen beim SoVD Warsingsfehn

im Sovd Landesverband Niedersachsen e.V.

Unsere Arbeit gilt seit 1917 der Stärkung der sozialen Rechte großer Teile der Bevölkerung. Soziale Gerechtigkeit ist für uns keine Phrase aus dem Vokabular des politischen Sonntagsredners. Sie muss vielmehr konkret erfahrbar sein. Sie beschränkt sich auch nicht darauf, den bedürftigen Mitbürgern einen angemessenen Anteil an dem Wohlstand zu erstreiten, den die Bevölkerung in unserem Land in gemeinsamer Anstrengung schafft. Denn es geht auch um die Chancengleichheit für die Zukunft, zum Beispiel um die Bildung und Ausbildung, die unsere Gesellschaft behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen angedeihen lässt. Dort ist noch viel zu tun.

Wir im Sozialverband Warsingsfehn wissen, dass die Verankerung unseres Sozialstaats im Bewusstsein der Bevölkerung damit steht und fällt, wie gut erreichbar die sozialen Leistungen für die Betroffenen sind. Es gibt bürokratische Hemmnisse und Schwellen, die überschritten werden müssen. Deshalb hilft unser Verband seinen Mitgliedern, damit sie die ihnen zustehenden Leistungen auch erhalten. Das beginnt bei der Antragstellung und reicht bis zur Vertretung vor den Gerichten der Sozialgerichtsbarkeit

Ich hoffe, dass Sie auf unseren Seiten die Informationen finden, die Sie suchen. Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich gern an uns wenden - hier im Internet, schriftlich oder telefonisch.

Vorstand Martin Frey

Für Beratungen in allen Fragen des Sozialrechts wenden Sie sich bitte an das SoVD Beratungszentrum Leer, Gleiwitzer Hof 22A, 26789 Leer. Telefon 0491-9279810 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Daneben bieten wir nur für die Mitglieder des Ortsverbands Warsingsfehn an jedem 1. Montag im Monat ab 16.00 Uhr im „Cafe Klönsnack“ in Warsingsfehn eine ehrenamtliche Beratungsstunde.

 

Martin Frey
1.Vorsitzender des SoVD Ortsverband Warsingsfehn

 

Gedanken zum Volkstrauertag

Dieser Tag, der seit Jahrzehnten der Trauer gewidmet ist, ist leider auch in diesem Jahr ein Tag aktueller Trauer. Der Schmerz verbindet uns heute in ganz besonderer Weise mit den Opfern von Terror und Gewalt überall auf der Welt. Wir sind in Gedanken und mit unseren Gefühlen bei den Opfern der menschenverachtenden Anschläge, wir sind bei den Angehörigen, wir sind bei den Polizisten und Helfern. Im Angesicht der Verwüstung und des Todes, im Augenblick der Not und der Trauer fühlen wir mit allen Opfern.

Die Anschläge zielen auf unsere offene Gesellschaft, der Lebensweise der Freien und Gleichen in Europa und in der ganzen Welt. Jene, die solche Taten verüben oder gutheißen, sie müssen wissen: Die Gemeinschaft der Demokraten ist stärker als die Internationale des Hasses, wir beugen unser Haupt vor den Toten, niemals aber beugen wir uns dem Terror.

Wir leben in Zeiten, in denen wir Opfer einer neuen Art von Krieg beklagen. Es sind Opfer hinterhältig agierender Mordbanden. Es sind Terroristen, die im Namen eines islamistischen Fundamentalismus zum Kampf gegen die Demokratien, gegen universelle Werte und auch gegen Muslime aufrufen, die ihrer barbarischen Ideologie nicht folgen. 

Seit Jahren wissen wir, dass die kriegerischen Konflikte, näher an uns heranrücken. Wir leben in Zeiten, in denen auch deutsche Soldaten an internationalen Einsätzen teilnehmen, in denen sie zu Opfern dieser Art der Kriegführung werden können. 

Das Gedenken an jene, die von schwierigen Missionen im Auftrag unserer Republik nicht zurückkehrten gehört in die Mitte unserer Gesellschaft. Unser Gedenken gilt den Soldaten, aber genauso den Polizisten und den Entwicklungshelfern, die in Auslandseinsätzen starben. 

Seit über siebzig Jahren leben viele Millionen Europäer im Frieden. Über siebzig Jahre, indenen Söhne und Töchter der Gefallenen Abstand gewinnen und die Enkel und Urenkel ohne Krieg leben konnten. Und bei der wachsenden Zahl von Schülern aus Einwandererfamilien gibt es nur selten einen familiären Bezug zum Zweiten Weltkrieg. Der Blick hat sich im Laufe der Jahre geweitet: Neben die Trauer, neben die Erinnerung an die Gefallenen ist die Erinnerung an die historischen Umstände getreten. Doch dieser Prozess verläuft nicht immer konfliktfrei. 

Geschichte wiederholt sich nicht. Wohl aber wiederholen sich menschliche Verhaltensweisen – im Guten wie im Bösen. Selbst Nachgeborene sind berührt von den Dokumenten des individuellen Leids, der individuellen Schuld, auch der individuellen Tragik. Im Verhalten von einst erkennen und fühlen sie das Menschenmögliche von heute – gleichgültig, welcher Ethnie, Nation oder Religion sie angehören. Das belegen auch die vielen Begegnungen, die der Volksbund der Kriegsgräberfürsorge mit Schülern und Jugendlichen aus deutschen, französischen, polnischen, aus türkischen oder algerischen Familien organisiert. Hier, wir haben es erlebt, treten junge Menschen in eine Verantwortungsgemeinschaft ein, die nicht aus einer Erfahrungsgemeinschaft herrührt. Aber sie finden sich zusammen in einem gemeinsamen Wollen. 

Dies, liebe Mitglieder und Freunde, ist unser aller Hoffnung: dass die Erinnerung an das Leid des Krieges nicht Rache gebiert, sondern immer mehr Menschen und Nationen den Ausweg in einem friedlichen Zusammenleben der Völker suchen lässt. So wie es gelang, die europäische Einigung zum großen Friedensprojekt unseres Kontinents zu machen. Und so hoffen wir, dass die Würde und Unversehrtheit des Individuums unser Denken und Handeln prägen mögen und nicht der Kult des Terrors, nicht die Ideologie einer unfehlbaren Weltanschauung oder Religion oder einer siegreichen und heldenhaften Nation. Dass Soldatenfriedhöfe, so wie Albert Schweitzer einst sagte, endlich die großen Prediger des Friedens sein mögen. Dann wird, das haben wir erlebt, Versöhnung über den Gräbern möglich. Dann kann Frieden beständig sein. Dafür tragen wir gemeinsam Verantwortung.